«60 Minuten» war zu ähnlich wie «20 Minuten»

SVP-Patron Christoph Blocher ist seit Jahren als Medienunternehmer tätig. Zum Beispiel hat er in den letzten beiden Jahren über 30 Lokalzeitungstitel erworben. Er liebäugelte auch mit der Einführung einer Sonntags-Gratiszeitung. Die Idee des Zeitungsnamens «60 Minuten» musste jedoch begraben werden.

Die Pendlerzeitung «20 Minuten» ist der unangefochtene Platzhirsch in der Schweizer Zeitungslandschaft: Gemäss aktuellen Leserzahlen der Wemf (Werbemedienforschung AG) erreicht das Blatt aus dem Hause Tamedia 1,3 Millionen Leserinnen und Leser. Damit verweist «20 Minuten» den «Blick» von Ringier (441’000) klar auf den zweiten Platz.

Das Erfolgsrezept von «20 Minuten» geht seit Jahren auf: Als kostenlose Pendlerzeitung ist das Blatt genau dort, wo sich Menschen aufhalten und Zeit totschlagen müssen. Dieses Konzept wollte sich nun auch SVP-Parton Christoph Blocher mit einer kostenlosen Sonntagszeitung zunutze machen. Als mögliche Namen dafür wurden sowohl «1 Stunde» als auch «60 Minuten» als Markennamen zum Schutz angemeldet.

Zum Schutz der Marke
Die Namensidee „60 Minuten“ stiess beim Mitbewerber Tamedia auf wenig Freude. Das Mutterhaus von «20 Minuten» legte Widerspruch beim Schweizer Markenschutzamt ein. Mit Erfolg: Die Eintragung für die beantragte Marke wurde widerrufen. Dies mit der Begründung, dass durch die Verwendung einer ähnlichen Marke eine Verwechslungsgefahr mit «20 Minuten» entstehen könnte.

Laut Tamedia handle es sich bei «60 Minuten» keineswegs um einen Einzelfall. So gebe es immer wieder Versuche, die Bekanntheit der Marke «20 Minuten» auszunutzen und ähnliche Marken für politische Zwecke oder kommerzielle Angebote zu nutzen. Demensprechend war es Tamedia wichtig, gegen die Markeneintragung vorzugehen, selbst wenn das entsprechende Projekt mittlerweile auf Eis gelegt ist. Denn man müsse die eigenen Marken schützen.

«Dies ist ein entscheidender strategischer Punkt», erklärt François Cochard, Geschäftsführer der Markenregistrierung.ch GmbH: «Denn eine starke Marke, in diesem Fall sogar diejenige des Markführers, muss verteidigt und vor möglichen Nachahmern geschützt werden.» Der Fall zeigt, wie wichtig der Markenschutz ist. Er zeigt aber auch, dass der Schutz weitreichend ist. «Für neue Markenideen lohnt es sich deshalb, Experten beizuziehen. Das ist deutlich günstiger als die Folgen von allfälligen Rechtsstreitigkeiten.»

Vertiefte Informationen zum Thema «Markenschutz» finden Sie auf dem Blog der Markenregistrierung.ch GmbH. Gerne unterstützen François Cochard und sein Team Sie dabei und stehen Ihnen bei Fragen und Problemen zur Seite.

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