Kurzdefinition
Ein internationales System, das Waren und Dienstleistungen in 45 Klassen einteilt.
Kernidee
Die Nizza-Klassifikation basiert auf dem Nizzaer Abkommen von 1957 und wird von der WIPO verwaltet.
Sie unterteilt Waren in die Klassen 1 bis 34 und Dienstleistungen in die Klassen 35 bis 45. Bei jeder Markenanmeldung muss angegeben werden, für welche Klassen die Marke geschützt werden soll.
Warum das wichtig ist
Die Wahl der richtigen Klassen ist strategisch entscheidend.
Zu enge Klassenwahl lässt Schutzlücken, zu breite Klassenwahl erhöht die Kosten. In der Schweiz wird pro Klasse eine Anmeldegebühr fällig.
Abgrenzung
- Nizza-Klassifikation = das internationale Klassensystem
- Markenanmeldung = der Antrag, bei dem die Klassen ausgewählt werden
Beispiel
Ein Unternehmen, das Kaffee verkauft und auch ein Café betreibt, meldet seine Marke in Klasse 30 (Kaffee als Ware) und Klasse 43 (Gastronomie als Dienstleistung) an.
Verwandte Begriffe
Typische Missverständnisse
- „Eine Klasse schützt die Marke in allen Bereichen“ ❌
- „Die Klassenwahl kann nachträglich beliebig erweitert werden“ ❌